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01.jpgDie letzten Wochen in Lindenhof

„So herrlich wie jetzt war es in Lindenhof noch nie“, rief Nanni Sullivan am Abend eines wunderschönen Sommersonntags. „Seht euch doch bloß um!“

„Und stellt euch die guten grünen Bohnen vor, die uns die Hausmutter heute garantiert noch auftischen wird!“, ergänzte ihre Freundin Jenny. Grüne Bohnen waren für Nanni von jeher ein Albtraum.

Aber die anderen widersprachen lachend. „Jenny, du bist und bleibst ein Spottvogel. Als ob du nicht mindestens genauso wie wir an Lindenhof hängen würdest. Uns allen fällt doch der Abschied fürchterlich schwer.“

Ach ja - das war es: Sie genossen die letzten Wochen im Internat ganz besonders und dachten gar nicht gern daran, dass bald alles vorbei war: die sorglose Schulzeit ...

die lustigen Streiche ... die Freundschaft mit den anderen Mädchen ... Was kam wohl danach?

„Wir gehen jedenfalls zunächst einmal auf eine längere Reise“, sagte Angela von Faber, als sie am Abend wieder von der Zukunft sprachen. „Meine Mutter findet, dass man dadurch erst richtig weltgewandt wird.“

„Na, Angela, da wird unsere Baroness ja bald eine große Dame sein“, meinte Bobby. Aber diese Bemerkung klang gutmütig. Früher hatte gerade Bobby auf Angelas Angebereien sehr scharf reagiert. Das tat sie längst nicht mehr. Angela war nun mal von ihrer Mutter so erzogen, doch im Grunde war sie viel netter geworden - trotz ihres affigen Getues. Sie lachte jetzt auch mit den anderen über Bobbys Bemerkung, fragte aber zurück: „Was fängst du denn an, Bobby, wenn es hier zu Ende ist?“

Ein tiefer Seufzer war die Antwort. „Was ich anfangen möchte, weiß ich wohl“, meinte Bobby. „Aber ob meine Eltern zustimmen?“ Und sie berichtete: „Mein großer Bruder wird Architekt. Da habe ich oft mit ihm darüber geredet, und wir haben uns ausgemalt, dass es schön wäre, wenn ich als technische Zeichnerin in seinem Büro mitarbeiten würde. Mein Vater findet aber, das wäre nicht der richtige Beruf für mich.“

Dieses Gespräch wurde der Anlass, dass jede mit ihren Berufswünschen herausrückte. Da kamen erstaunliche Pläne zutage, von denen bisher niemand gewusst hatte.

„Du wirst Schauspielerin, Doris, nicht wahr?“, fragte Hanni.

„Klar!“, riefen ein paar andere.

Doris hatte mit ihrem Schauspieltalent schon oft Aufsehen erregt, so wenn sie an Klassenabenden die Hausmutter nachahmte oder Mamsell, die Französischlehrerin. Das war sogar ihre Glanzrolle: Sie konnte mindestens so temperamentvoll schimpfen wie die von den meisten Mädchen herzlich geliebte Mamsell. „Mamsell“ war keineswegs ein boshaft gemeinter Spitzname: Diese Abkürzung für „Mademoiselle“ hatte sich im Internat Lindenhof längst eingebürgert. Mamsell hatte sehr viel Humor und deshalb selber den größten Spaß, wenn Doris sie nachmachte.

Doch Doris schüttelte jetzt den Kopf, als die anderen meinten: „Du wirst gewiss Schauspielerin.“

„Ich werde Krankenschwester“, sagte sie.

Verblüfft sahen ihre Mitschülerinnen sie an.

„Wie kommst du nur darauf?“, fragte Elli.

„Eigentlich möchte ich Kinderärztin werden“, sagte Doris. „Das war schon immer mein Traum. Aber was müsste ich dann alles lernen! Das Abitur machen, studieren ... und mir fällt die Lernerei doch so schwer! Ihr wisst es ja.“

Die anderen nickten. Ja, Doris war auch bei größtem Fleiß eine schlechte Schülerin geblieben.

„Nun habe ich gedacht“, fuhr Doris fort, „ich werde Krankenschwester und bewerbe mich später in einem Kinderheim oder einem Kinderkrankenhaus.“

„Lernen musst du aber auch da eine ganze Menge“, meinte Carlotta und schüttelte die dunklen Locken. Sie hatte es auch nicht mit dem Lernen, wie sie freimütig zugab.

„Ich weiß“, sagte Doris. „Ohne Lernen kommt man leider kaum durch. Vielleicht hilft Petra mir in Zukunft wieder. Sie will ja Lehrerin werden und wir ziehen gemeinsam nach Ebenstadt.“

„Na, Petra, da wünsche ich dir heute schon bravere Schülerinnen, als wir es waren“, sagte Jenny lachend. „Wenn ich an all den Unsinn denke, den wir angestellt haben!“

„Und den du selber besonders oft ausgedacht hast“, neckte Bobby die Freundin. „Kinder, waren das vergnügte Zeiten!“

„Was willst du denn werden, Jenny?“, erkundigte sich Hilda, die Klassensprecherin, und erklärte sofort noch: „Ich gehe in eine Bücherei.“

„O fein, Hilda“, sagte Jenny. „Ein Bücherwurm bist du ja. Ich? Ja, ich würde am liebsten Flugstewardess werden. Aber zu Hause lachen sie mich aus. Da habe ich gedacht, ich gehe zur Zeitung und werde Reporterin. Ein Onkel von mir ist Redakteur bei einer großen Zeitung. Der hilft mir vielleicht weiter.“

„Und ihr Sportlerinnen?“, wandte Hilda sich an Marianne, die Sportwartin der Schule, und an ihre Freundin und Vertreterin Carla. „Ihr müsst ja bei der Stange bleiben - bei der Turnstange, meine ich.“

„Vielleicht“, antwortete Marianne. „Doch in erster Linie werde ich wohl Musik studieren.“

Erstaunt und verblüfft hörten es die anderen. Aber dann erinnerten sich jene, die schon lange in Lindenhof waren, dass Marianne sich gleich am Anfang ihre Geige nach Lindenhof hatte schicken lassen. Richtig - und sie konnte außerdem wundervoll Klavier spielen!

„Und du, Carla? Hast du auch eine Überraschung für uns auf Lager?“

Carla lachte. „Bei mir wird es nicht so aufregend. Ich gehe ins Büro, denn ich möchte bald Geld verdienen. Ihr wisst ja, wie lange meine Mutter krank war. Sie arbeitet jetzt wieder in ihrer alten Stellung, aber ich will mithelfen. Wenn es möglich ist, will ich später aber Schauspielunterricht nehmen.“

„Na, hör mal“, rief Bobby. „Das nennst du nicht aufregend? Eines Tages bist du eine berühmte Schauspielerin, und wir laufen uns die Füße wund, um Eintrittskarten zu bekommen!“

„Melde dich rechtzeitig, Bobby, dann kriegst du Freikarten“, versprach ihr Carla vergnügt.

Und wieder erinnerten sich manche daran, wie Carla zum ersten Mal bei einem Unterhaltungsabend aufgetreten war. Sie hatte damals großartig vorgetragen und viel Beifall geerntet ...

„Ich finde es erstaunlich, wie falsch wir bei den meisten tippen“, sagte Hilda nachdenklich. „Wenn Carlotta jetzt noch erklärt, dass sie Kindergärtnerin wird, und Elli, dass sie Mathematik studieren will, dann wundere ich mich gar nicht mehr.“

„Math... ich?“ Elli quietschte vor Vergnügen. „Das hätte mir gerade noch gefehlt. Nein, Hilda, ich gehe ins Modefach. Ich weiß bloß noch nicht, ob ich zuerst in die Schneiderlehre gehe oder in eine Modeboutique.“

„Das beruhigt mich. Das passt auch besser zu dir“, meinte Hilda.

„Ins Modefach gehe ich auch“, meldete sich Claudine, die junge Französin. Sie war Mamsells Nichte und in allen Handarbeiten sehr geschickt. „Ich lerne zuerst schneidern.“

„Aber doch zu Hause?“, fragte Elli.

„Natürlich!“ Claudine verzog das Gesicht. „Besser als in Frankreich kann ich das hier bestimmt nicht lernen!“

„Na, Claudine, dann verhilfst du uns später zum richtigen Pariser Schick!“

„Mach ich! Naturellement!“, versprach die Französin.

„Und ich werde Reitlehrerin“, meldete sich Carlotta. „Mein Vater wollte nicht so recht. Doch meine Großmutter hat ihn zuletzt überzeugt.“

„Also hör mal, Carlotta“, rief Jenny. „Ich habe mir deine Großmutter eigentlich als Drachen vorgestellt. Aber sie hilft dir neuerdings immer.“

„Nicht wahr?“ Carlotta nickte. „Ich weiß auch nicht, wie das gekommen ist.“

„Du warst ja auch recht dickköpfig, Carlotta“, sagte Bobby. „Und ich kann mir vorstellen, dass es dein Vater und deine Großmutter am Anfang nicht gerade leicht hatten mit dir, wo du doch so lange im Zirkus gelebt hast und sogar dort aufgetreten bist. Ihr wohnt doch in einer kleinen Stadt. Denke bloß, was die Leute da wohl alles über dich geklatscht haben mögen.“

„Vielleicht! Umso netter ist es aber von meiner Großmutter, dass sie mir jetzt meinen Willen lässt.“

„Finde ich auch“, sagte Nanni.

Elli drehte sich im Kreis herum. „Wer hat seine Zukunftspläne noch nicht verraten?“, rief sie. „Du, Bettina. Was willst du anfangen?“

„Ich gehe nach Hause, wahrscheinlich ins Büro.“

„Und du, Elma?“

Die dicke Elma wurde rot. „Ich soll schon lange operiert werden“, sagte sie leise. „Meine Eltern haben bloß den Schulschluss abgewartet. Was dann wird, weiß ich noch nicht.“

„Du solltest Köchin werden“, rief Angela vorlaut, denn sie wussten ja alle, wie naschhaft und sogar gefräßig Elma war.

Aber Hilda dachte sofort daran, dass Elma an einer Drüsenkrankheit litt und deshalb so viel in sich hineinstopfte. Sie sagte schnell: „Was Angela sagt, stimmt, Elma. Wenn ich bloß an den Kuchen denke, den du uns vor den Osterferien gebacken hast! So lecker, wie der war!“

Nanni stupste Gina an, die junge Italienerin, die seit Weihnachten mit ihnen in Lindenhof lebte. „Was wird aus dir, Gina? Afrika-Forscherin?“

Gina lachte. „Mein Vater ist aus Afrika zurück. Und so schön meine Afrika-Reise damals war, für immer möchte ich nicht dorthin. Wir ziehen wieder nach Italien und richten uns ein Haus ein. Meine Mutter macht vielleicht eine kleine Pension auf. Dann helfe ich ihr. Ich kann ja jetzt dolmetschen.“

„Na also, dann wären wir alle wohl einstweilen untergebracht“, sagte Hanni.

„Alle?“, rief Elli. „Ihr Zwillinge habt euch bis jetzt ausgeschwiegen. Mir als eurer Cousine hättet ihr längst eure Absichten mitteilen können.“

„Du hast uns ja nie danach gefragt“, meinte Hanni trocken. „Wir werden Fotografinnen.“

„Alle beide?“

„Klar! Eine spezialisiert sich auf Menschen, die andere wirft sich auf die Landschaft.“

„Plumps!“ Jenny kicherte. „Ich sehe schon, wie Hanni sich auf einen Steinbruch wirft.“

„Spottdrossel! Wir werden euch mal unsere letzten Fotos zeigen“, sagte Nanni. „Dann werdet ihr uns verstehen. Im Übrigen bin ich es, die sich auf die Landschaft wirft, wie Hanni sagte.“

„Ich finde, ihr solltet vor allem noch ein paar Aufnahmen von Lindenhof und von uns allen machen“, rief Carlotta. „Zum Andenken.“

„Machen wir gern!“ Hanni überlegte. „Jetzt ist es zu spät. Aber morgen mache ich ein paar Gruppenaufnahmen. Nanni hat Lindenhof schon genug fotografiert, da könnt ihr euch Abzüge bestellen.“

An einem der nächsten Tage erschien Frau Theobald, die Direktorin des Internats, plötzlich in der Deutschstunde bei den Mädchen. Frau Wahl, die gerade über moderne Schriftsteller sprach, schien nicht im Geringsten überrascht zu sein. Offensichtlich war sie auf diesen Besuch vorbereitet.

Frau Theobald lächelte freundlich. „Ich möchte etwas mit euch besprechen“, sagte sie. „Ich habe da einen Brief bekommen, der manche von euch interessieren wird. Erinnert ihr euch an den Kindertransport, der im März kurz bei uns Station machte?“

„Als der Omnibus kaputt war?“, rief Jenny.

„Ja, damals waren die Kinder mit ihren drei Begleiterinnen für ein paar Stunden bei uns. Sie wollten in ein Heim und haben dann dort anscheinend von Lindenhof berichtet. Jedenfalls hat die Heimleiterin jetzt an mich geschrieben.“

Nun horchten die Mädchen auf.

Frau Theobald fuhr fort: „Sie fragt, ob ein paar von euch wohl für ein paar Wochen im Heim aushelfen können. Während der Ferienzeit sind einige ihrer ständigen Helferinnen in Urlaub. Während des Schuljahres ist es ein Landschulheim. Jetzt aber dient es als Ferienheim und ist für längere Zeit mit Mädchen von sechs bis elf Jahren voll belegt. Sie braucht also Hilfskräfte, die mit den Kindern spielen und die größeren auf Wanderungen begleiten; Kräfte, die vielleicht auch mal in der Küche zupacken. Selbstverständlich gibt es im Heim ausgebildetes Personal, das alle Verantwortung übernimmt. Aber allein mit lebhaften Kindern zu wandern ist gar nicht so einfach, und sie sonst zu beschäftigen ebenfalls nicht. Ihr habt damals ja einen kleinen Begriff davon bekommen. Nun fragt sie also, ob ein paar von euch nach dem Abschluss in Lindenhof Lust haben, zu ihr zu kommen. Soweit ihr eine neue Ausbildung wählt, fangt ihr vermutlich erst im Oktober an. Da würde es also passen.“

„Wo ist denn das Heim?“, fragte Nanni.

„Im Vorgebirge. Es liegt dicht bei einem kleinen Dorf mit dem drolligen Namen Hasenwinkel. Eine Bahnstation hat es nicht, aber es fährt ein Bus. Ich habe hier Bilder, die könnt ihr herumgehen lassen.“

Sie gab Hilda einen ganzen Stoß Fotos. Gespannt griffen die Mädchen danach.

„Sieht hübsch aus!“, rief Hanni. „Da könnte man schöne Ausflüge machen.“

„Aber wir sollen ja auch etwas tun“, meinte Doris.

„Nun, überanstrengen müsst ihr euch nicht“, sagte Frau Theobald lächelnd. „Hört einmal, was die Heimleiterin darüber schreibt.“

Sie nahm den Brief und las: „Ich habe an erweiterte Halbtagsarbeit gedacht, denn junge Mädchen wollen auch ihre Freizeit. Sie müssen sich dann nur vormittags und nachmittags abwechseln, jeweils für sechs oder sieben Stunden. Dafür bekommen sie ein Taschengeld von dreißig Mark in der Woche. Die Verpflegung ist gut. Das Reisegeld wird selbstverständlich ersetzt.“

Die Direktorin sah ihre Mädchen lächelnd an. Manche hatten große Lust, das war deutlich zu erkennen.

„Überlegt es euch, fragt eure Eltern und sagt mir bis spätestens Ende dieser Woche Bescheid. Ich rufe dann im Heim an.“

Sie nickte freundlich und verließ die Klasse ...

Frau Wahl machte gar keinen Versuch, weiter über moderne Romane zu erzählen. Als ob auch nur eine der Schülerinnen jetzt etwas davon hören wollte! Sie ließ sie schwatzen; die Stunde war ohnehin gleich zu Ende.

Die Sullivan-Zwillinge waren sich längst einig: Sie gingen auf alle Fälle in das Heim. Die anderen überlegten länger.

„Für mich wäre es schön“, sagte Doris. „Wenn ich später doch mal in einem Kinderheim arbeiten möchte, könnte ich dort schon ein bisschen was lernen.“

„Klar, Doris“, rief Nanni fröhlich, „du kommst mit und wir werden die schönsten Theaterabende veranstalten.“

Doris lachte. „Vorausgesetzt, dass meine Eltern einverstanden sind! Zeitlich passt es recht gut: Mein Lehrgang beginnt erst am ersten Oktober.“

„Meiner auch“, rief Carlotta, „und ich möchte gern einmal ins Gebirge. Ob man im Heim oder wenigstens im Dorf auch reiten kann?“

„Sicherlich. Frag nur geschwind zu Hause an. Deine Großmutter entscheidet gewiss auch diesmal! Ich würde ihr an deiner Stelle sofort schreiben.“

Jenny, Marianne und Petra hätten gar zu gern mitgemacht, doch ihre Eltern waren nicht einverstanden.

Marianne freilich gab sich mit der Absage nicht zufrieden. Sie hängte sich noch am gleichen Tag, als die Antwort kam, ans Telefon und redete eindringlich auf ihre Mutter ein.

Dann kam ihr Vater an den Apparat und Marianne fing aufs Neue zu betteln an. Und sie schaffte es tatsächlich! Der Hörer knallte herunter und Marianne raste zu den Zwillingen ins Zimmer. „Ich komme mit! Ich komme mit!“, schmetterte sie ihnen entgegen. „Kinder, ich hab‘s geschafft.“

In allerletzter Minute lief auch Bobby zu der Direktorin. „Frau Theobald, haben Sie schon mit dem Kinderheim telefoniert? Nein? Ach, wie gut! Ich möchte nämlich auch mitreisen. Gerade habe ich von meinen Eltern die Erlaubnis bekommen.“

„Fein, Bobby, dann fahrt ihr zu sechst hin. Ich wollte eben anrufen.“

Bobby verkündete den anderen ihr Glück und sie freuten sich mit ihr.

„Nun ist es längst nicht mehr so schlimm, von Lindenhof wegzugehen“, meinte Hanni und alle übrigen dachten dasselbe.

Doch je näher das Ende der Schulzeit rückte, desto häufiger sah man - trotz allem - bedrückte Gesichter. Das fiel natürlich auch den anderen Klassen im Internat auf. Sie freuten sich auf die Ferien. Die Großen waren komisch! Nur die Mädchen der zweiten Klasse dachten anders. Sie hatten sich zwar manches liebe Mal über die Großen geärgert, wenn sie ihnen helfen mussten. Aber sie hatten auch viel Spaß mit ihnen gehabt.

„Es ist nicht mehr mit anzusehen!“, sagte deshalb Claudines Schwester Antoinette zu ihren Mitschülerinnen. „Wir müssen sie wieder einmal zur Vernunft bringen!“

Die anderen lachten. Sie mussten an den Abend vor Ostern denken, als sie die Sechste ganz gewaltig gefoppt hatten. Damals war bei den Großen eine Arbeitswut ausgebrochen und sie hatten ihnen die schönsten Streiche gespielt.