Cover.tif

Titel.tif

Liebe Hanni-und-Nanni-Fans!

Die Bücher von Enid Blyton über Hanni und Nanni, die lustigen Zwillinge, gibt es seit vielen Jahren. Millionen begeisterte Leserinnen haben sie verschlungen, und wir haben zahlreiche Leserbriefe zu dieser Serie bekommen. Viele Mädchen haben uns gebeten, es solle weitergehen mit Hanni und Nanni.

Die Geschichten ab Band 16 knüpfen aber nicht an den Abschied von Internat Lindenhof an, sondern an die lustigsten und aufregendsten Erlebnisse der Zwillinge im Alter von dreizehn, vierzehn Jahren.

01.jpg

Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen!

02.jpgSensationelle Neuigkeiten!

„Das Eis hier schmeckt einfach sensationell!“, schwärmte Doris und stocherte mit einem langen Löffel in den letzten Überresten eines gigantischen Eisbechers.

„Das ist aber auch wirklich alles, was in diesem gottverlassenen Nest sensationell ist“, antwortete Carlotta.

„Oui, c‘est vrai!“, stimmte ihr Claudine zu. „Paris ist es nicht gerade.“

„Meckerziegen!“, beschwerte sich Doris, die ihre Freundinnen ins Eiscafé eingeladen hatte, um ihren Geburtstag zu feiern.

„Das Eis ist wirklich délicieuse. Sei doch nicht eingeschnippt, Doris!“, entschuldigte sich Claudine.

„Eingeschnappt“, verbesserte Nanni die kleine Französin, die ab und zu noch ihre Probleme mit der deutschen Sprache hatte. „Und so übel finde ich unser kleines Städtchen auch gar nicht. Ist doch alles da, was man braucht, Läden, ein Kino.“

„Ich find‘s auch ganz in Ordnung hier“, mischte sich nun Molly ein. „Ihr habt ja keine Ahnung! Ihr solltet mal so ein Amazonasdorf kennenlernen. Da würdet ihr euch die Finger nach diesem ‚gottverlassenen Nest‘ ablecken. Vor allem nach dem Supermarkt!“ Molly war mit ihrem Vater, einem Insektenforscher, weit herumgekommen.

Sie sah die anderen schelmisch an. „Die Ureinwohner dort essen sogar Spinnen. Hab ich selber gesehen. Die lutschen rohe Riesenspinnen aus.“

„Ihh!“, kam es mehrstimmig zurück.

Molly lehnte sich zufrieden zurück und biss genüsslich in ihre Eiswaffel.

„Ist das wahr?“, fragte Carlotta zweifelnd.

„Logisch!“, antwortete Molly mit vollem Mund. „Wenn isch‘s dosch schag!“

„Kein Wunder, dass dir das Essen in Lindenhof so gut schmeckt“, stichelte Jenny, die bisher noch nicht zu Wort gekommen war.

Molly schluckte den Rest der Waffel hinunter und zog einen Flunsch. Sie konnte es nicht leiden, wenn sie jemand wegen ihrer Figur aufzog. Auf der anderen Seite schaffte sie es aber auch nicht, sich beim Essen zurückzuhalten. Und Klößchen beziehungsweise Frau Billmann, die rundliche Köchin in Lindenhof, kochte wirklich erstklassig.

Nanni warf Jenny einen vorwurfsvollen Blick zu. Jenny neigte zu spitzen Bemerkungen, obwohl sie es meistens gar nicht so meinte. Jenny, die den Blick aufgefangen hatte, räusperte sich.

„Du bist mir doch jetzt nicht böse, Molly“, säuselte sie übertrieben freundlich. „Kann ich das je wiedergutmachen?“

„Kannst du“, antwortete Molly mit einem diabolischen Lächeln. „Wenn du die nächste Spinne, die ich im Waschraum finde, vor allen Augen verspeist.“

„Igitt!“, brach es aus Jenny heraus. „Du spinnst wohl!“

Die anderen lachten.

„Das wäre mal wirklich eine echte Sensation!“, rief Carlotta begeistert. Und mit einer Geste, als wolle sie eine Schlagzeile ankündigen: „Unerschrockene Lindenhoferin verzehrt lebendige Spinne!“

„Alles ziemlich spinnös!“ Hanni verzog angewidert das Gesicht. „Hört jetzt auf damit, sonst kommt mir mein Bananensplit wieder hoch!“

Das Schlagen der Rathausuhr unterbrach das fröhliche Gefrotzel der Mädchen.

„Himmel, schon so spät!“, erschrak Nanni. „Die Hausmutter hat uns ein drastisches Ausgangsverbot angedroht, wenn wir nicht rechtzeitig zurück sind.“

„Stimmt!“, bestätigte Hanni. „Und sie hält ihre Versprechungen!“

Das wussten die anderen. Die Hausmutter war herzensgut, aber sie war auch unnachgiebig und konsequent, wenn es um die Regeln in Lindenhof ging.

„Wir müssen uns beeilen“, drängelte Nanni, während Doris die Rechnung beglich. „In letzter Zeit kommen wir dauernd zu spät. Und Hanni und ich kriegen immer alles ab. Wie beim letzten Mal.“

„Dafür seid ihr ja auch Schülersprecherinnen“, meinte Jenny trocken.

Hanni zog eine Grimasse. „Ach, so ist das? Wir dürfen für euch die Sündenböcke abgeben?“

Sie erinnerte sich nur zu gut an die Gardinenpredigt vorige Woche. Da waren sie gleich über eine Stunde zu spät gekommen, weil Bobby, die heute nicht dabei war, mit ihrem Fahrrad in einen Nagel gefahren war. Erst hatten sie versucht, den Schlauch zu flicken, aber das war gründlich misslungen. Schließlich hatte Bobby das Fahrrad dann doch heimschieben müssen. Aus Solidarität hatten die anderen sie begleitet. Gut, wenigstens eine hätte vorausfahren können. Aber daran hatte keine von ihnen gedacht. Die Hausmutter hatte jedenfalls ein Mordstheater veranstaltet, denn sie waren nun schon zum dritten Mal unpünktlich gewesen. Und immer hatten sie eine andere Ausrede gehabt. Vor allem den Zwillingen hatte die Hausmutter die größten Vorhaltungen gemacht. Manchmal hatten es die beiden richtig satt, Schülersprecherinnen zu sein.

„Jetzt kommt endlich!“, zischte Nanni, die schon an der Tür stand.

Ihre Freundinnen konnten ihr kaum folgen, als sie endlich auf dem Rückweg waren, so schnell radelte Nanni voraus. Und da der Weg bergauf führte, waren schnell alle aus der Puste.

„Hör mal, Schwesterchen!“, keuchte Hanni. „Wegen ein paar Minuten wird die Hausmutter uns schon nicht den Kopf abreißen.“

Aber Nanni fuhr ungerührt weiter. Entweder sie hatte nichts gehört, oder sie wollte nichts hören. Der Abstand zu ihr wurde größer und größer.

Mit einem Mal stieß Carlotta einen Schrei aus. „Caramba!“

Alle Köpfe wendeten sich neugierig zu ihr hin. Carlotta war vom Rad gesprungen und stand fasziniert vor einem Plakat, das eine Mauer zierte.

„Carlotta, mach zu!“, rief Hanni, die schon ein gutes Stück weiter war. Aber Carlotta rührte sich nicht von der Stelle.

Hanni schüttelte ungeduldig den Kopf. „Was ist denn?“

„Ein Zirkusplakat!“, rief ihr Molly, Carlottas Zimmergenossin, zu.

Hanni, Jenny, Doris und Claudine kehrten seufzend um.

„Stellt euch vor!“, sprudelte es aus Carlotta heraus. „Ein Zirkus kommt! Der Zirkus Zarotti!“

Hanni und die anderen stiegen ab und sahen sich an. Allen war klar, warum das Plakat Carlotta so fesselte. Carlotta war als Tochter einer spanischen Kunstreiterin in einem Zirkus geboren und hatte ihre ersten Lebensjahre dort verbracht. Nachdem ihre Mutter gestorben war, hielt ihr Vater es für besser, dass Carlotta ein Internat besuchte, weil das unstete Reiseleben mit einer höheren Schulausbildung unvereinbar war. Carlotta war zwar gern in Lindenhof, aber sie trauerte dem Vagabundenleben trotzdem oft noch nach.

„Ein Zirkus!“, schwärmte Carlotta. „Es ist Jahre her, dass einer hier war!“

Die anderen nickten. Sie erinnerten sich ganz genau. Da waren sie noch in der ersten Klasse gewesen. Damals war herausgekommen, dass Carlotta ein Zirkuskind war.

Nanni dachte an Helene und an ein paar andere Mädchen, die die Nase über das „Zigeunermädchen“ gerümpft hatten. Aber das war ihnen bald vergangen. Zum Glück hatte diese eingebildete Helene Lindenhof inzwischen verlassen. Carlotta aber war geblieben und hatte mit ihrer temperamentvollen Art bald alle Herzen erobert. Sie war ein prima Kumpel, und im Sport war sie nicht zu schlagen. Kein Baum war ihr zu hoch, sie schlug Saltos und beherrschte ihren zierlichen Körper wie eine Akrobatin.

Carlotta strahlte ihre Freundinnen an.

Claudine nickte ihr unternehmungslustig zu. „Endlich mal was los hier! Da gehen wir hin, naturellement!“

„Ja“, jauchzte Carlotta. „Und zwar gleich!“

„Quatsch!“, entgegnete Hanni. „Die Vorstellungen sind erst ab nächster Woche. Kannst du nicht lesen?“

Carlottas Augen leuchteten. „Aber die bauen hundertprozentig schon auf. Ihr werdet sehen!“ Damit stieg sie aufs Fahrrad und radelte los.

„Mann!“, stöhnte Hanni. „Das war‘s dann mit pünktlich!“

„Die Zirkuswiese ist ja fast auf dem Weg“, wandte Molly ein. „Ich möchte Carlotta nicht gern allein hinfahren lassen. Wer weiß, was das für Leute sind.“

„Das versteht die Hausmutter bestimmt“, meinte Doris. „Sie kennt Carlotta doch. Keine zehn Pferde hätten sie jetzt zurückgehalten. Und ihr ist es bestimmt auch lieber, wenn wir Carlotta begleiten.“

Die anderen nickten, auch Hanni, obwohl sie sich, was das Verständnis der Hausmutter anging, gar nicht sicher war.

Ärger

Nanni war nur noch wenige hundert Meter von Lindenhof entfernt, als sie sich umdrehte und feststellen musste, dass sie die anderen offenbar abgehängt hatte. Kopfschüttelnd fuhr sie weiter. Dass die Mädels immer so bummeln mussten!

Die Mädels bummelten allerdings gar nicht, sie traten ordentlich in die Pedale, um Carlotta einzuholen.

Die Zirkuswiese lag etwas unterhalb von Lindenhof an der Landstraße, die ins Städtchen führte. Normalerweise wählten die Mädchen die Abkürzung über einen Feldweg nach Hause. Aber so viel weiter war es über die Straße auch wieder nicht.

Carlotta hatte recht gehabt. Auf der Zirkuswiese herrschte Hochbetrieb. Eine riesige Zeltplane lag ausgebreitet auf dem Boden, Männer und Frauen machten sich unter lauten Zurufen daran zu schaffen. Wohnwagen und Zugfahrzeuge, Pferdetransporter und diverse Anhänger standen im hinteren Teil des Geländes.

Carlotta warf ihr Fahrrad auf die Wiese. Auch ihre Freundinnen stiegen ab. Sehnsüchtig wanderte Carlottas Blick über die vertraute Zirkuslandschaft. Dann lief sie plötzlich los. „Darf ich mithelfen?“

Ein großer, dunkelhaariger Mann drehte sich zu ihr um. Er schüttelte unfreundlich den Kopf.

„Carlotta!“, rief Hanni.

Nun entdeckte der Mann auch die anderen Mädchen. „Das fehlte noch!“, brummte er. „Geht mal schön heim! Ihr steht uns bloß im Weg!“ Ohne Carlotta weiter zu beachten, wandte er sich wieder seiner Arbeit zu.

Wutschnaubend marschierte Carlotta zu ihren Freundinnen zurück. „Dann sollen sie ihr blödes Zelt eben alleine aufbauen“, schimpfte sie. „Fällt sowieso bald auseinander, der alte Fetzen!“

„Reg dich ab!“, sagte Jenny. „Woher sollte der wissen, dass er es mit einer Zirkusprinzessin zu tun hatte?“

Molly nickte Carlotta aufmunternd zu. „Morgen kommen wir noch mal her. Dann sind sie bestimmt mit dem Aufbau fertig. Der Typ war ja total genervt!“

Hanni sah besorgt auf die Uhr. „Wenn wir nicht schnellstens in Lindenhof antanzen, geht morgen keine von uns irgendwohin.“

Nanni hatte sich nur knapp zehn Minuten verspätet, als sie sich bei der Hausmutter zurückmeldete.

Jede Schülerin, die das Lindenhofgelände verließ, musste sich in eine Liste eintragen und vor dem Abendessen wieder anwesend sein. Den Oberstufenmädchen war zwar freigestellt, wann und wie oft sie in den Ort gingen, aber diese Regel war strikt einzuhalten.

Die Hausmutter sah vorwurfsvoll auf die Wanduhr. „Die Abwesenheitsliste ist nicht dazu da, euch zu piesacken. Sie dient einzig eurer Sicherheit. Nur so können wir schnellstmöglichst handeln, falls etwas passiert sein sollte.“

Nanni nickte betreten. Das wusste sie ja alles. Warum verging die Zeit im Café auch so schnell?

„Wo sind eigentlich die anderen?“, wollte die Hausmutter plötzlich wissen.

„Die müssten gleich kommen“, murmelte Nanni und sah zum Fenster hinaus. Doch auf der Zufahrt tat sich nichts.

Die Lindenhoferinnen saßen schon beim Essen, als Hanni und ihre Freundinnen ihre Fahrräder im Schuppen abstellten. Zerknirscht traten sie kurz darauf in den Speisesaal und setzten sich so unauffällig wie möglich an ihre Plätze.

Leider nicht unauffällig genug.

„Hanni Sullivan!“, rief die Hausmutter und winkte Hanni mit einer energischen Handbewegung zu sich hin. Hanni seufzte und stand auf.

„Ich komm mit!“, sagte Carlotta sofort.

Die Hausmutter kniff verärgert die Augen zusammen. „Und was war diesmal los? Sicher habt ihr wieder eine sehr gute Entschuldigung.“

„Ein Zirkus!“, sprudelte es aus Carlotta heraus, ehe Hanni noch das Wort ergreifen konnte. „Unten auf der Zirkuswiese.“

Carlottas Begeisterung rief im Blick der Hausmutter einen Augenblick wortlosen Verstehens hervor, der aber nicht lange vorhielt.

„So?“, sagte sie. „Und deshalb kommen gleich fünf Oberstufenmädchen zu spät?“

Als Hanni ihr erklärte, warum sie sich entschieden hatten, Carlotta zu begleiten, zog die Hausmutter die Augenbrauen hoch.

„Das mag ja alles sein. Trotzdem, damit eure Unpünktlichkeit nicht zur Gewohnheit wird, habt ihr bis Ende nächster Woche Ausgehverbot - und zwar alle fünf! Vergesst nicht, dass von den Jüngeren genau beobachtet wird, was ihr treibt.“

Sie machte eine Pause. „Vor allem die Schülersprecherinnen!“

Hanni schluckte. Verdammt, wie oft bekam sie das denn noch zu hören?

„Caramba!“, fluchte Carlotta, während sie zu ihrem Tisch zurückgingen. „So lange Ausgehverbot! Das ist gemein! Der Zirkus bleibt doch nicht ewig hier. Ich geh jedenfalls morgen zur Zirkuswiese! Und wenn sich der Hausdrache auf den Kopf stellt!“

Über Carlottas hübschem Gesicht lag ein finsterer Schatten. Hanni sah sie an und wusste, dass es keinen Sinn hatte, ihr jetzt etwas ausreden zu wollen.

Auch die anderen waren alles andere als begeistert, als Carlotta und Hanni Bericht erstatteten. Doris, Jenny, Claudine und Molly hatten ihren Tischgenossinnen inzwischen von dem Zirkus erzählt.

„Das ist ja blöd“, sagte Molly. „Carlotta und ich wollten morgen eigentlich zur Zirkuswiese.“

Carlotta presste die Lippen zusammen. Wer sie kannte, wusste, dass sie sich mit dem Ausgehverbot nicht einfach abfinden würde.

„Die Hausmutter war heute ganz schön geladen, als ihr nicht aufgekreuzt seid“, sagte Marianne. „Mir kommt das aber ganz gelegen. Dann machen wir morgen eine längere Joggingtour. Wir müssen mehr für Handball trainieren. Beim letzten Freundschaftsspiel haben wir keine sehr gute Figur abgegeben.“

Elli verzog das Gesicht. Sie machte sich rein gar nichts aus Sport. Nicht nur einmal war sie mit Marianne, der Sportleiterin, aneinandergeraten, weil ihr immer eine Ausrede einfiel, wenn Training angesagt war. „Cindy und ich wollen aber morgen in den Ort gehen.“ Sie gab Cindy, die neben ihr saß, einen leichten Fußtritt.

„Ehm, ja, genau!“, sagte Cindy.

„Braucht ihr ‚nen neuen Malkasten?“, frotzelte Jenny.

Elly, die Cousine der Zwillinge, und Cindy, die Nichte der Internatsleiterin, waren, seit Cindy vor Kurzem nach Lindenhof gekommen war, enge Freundinnen. Beide interessierten sich für Mode und schminkten sich auch mal heimlich, was in Lindenhof gar nicht gern gesehen wurde.

„Ich bin jedenfalls dabei“, sagte nun Bobby. „Hab heute den ganzen Nachmittag an dieser bescheuerten Gedichtinterpretation für Frau Willmer gesessen. Bin schon ganz steif! Hört euch das an: ‚Frühling, Geliebter! Mit tausendfacher Liebeswonne ...‘“ Sie zog eine fürchterliche Grimasse. „Ich versteh diese Dichter nicht. Warum drücken die sich nur so geschwollen aus?“

Die anderen lachten. Bobby war eine gute Sportlerin, aber sehr musisch war sie nun wirklich nicht veranlagt.

„Tut mir leid“, sagte Sabrina mit krächzender Stimme und zog den Schal um ihren Hals enger. „Fürchte, ich hab mich erkältet. Eigentlich sollte ich mich ja viel bewegen. Nächste Woche geht‘s vielleicht wieder.“

Sabrina Wilson, die Tochter eines reichen Hotelbesitzers, dem auch das Lindenhof-Anwesen gehörte, litt von klein auf an Diabetes und musste deshalb genau auf ihre Lebensweise achten, was sie - diszipliniert, wie sie war - auch sehr ernst nahm.

Carlotta wickelte nachdenklich eine dunkle Strähne um den Finger. „Joggen fällt ja wohl kaum unters Ausgehverbot.“

„Joggen nicht!“, antwortete Marianne und runzelte misstrauisch die Stirn.