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NORBERT KÖRZDÖRFER

Kein Leben
ohne Hund

Für Ruby

Diederichs

Bildnachweis:

Inhalt: © ©

© 2012 Diederichs Verlag, München,
in der Verlagsgruppe Random House GmbH
Umschlaggestaltung: Weiss Werkstatt, München
unter Verwendung eines Fotos von © Henning Scheffen
ISBN 978-3-641-07289-6

Weitere Informationen zu diesem Buch und unserem gesamten lieferbaren Programm finden Sie unter:

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Der Tag danach

Der Tag danach ist leer und leicht.

Ruby ist tot.

Der Hund unseres Lebens.

Es ist still.

Es ist aus.

Rubys Leiche liegt auf der Terrasse – wie schlafend in ihrem karierten Körbchen.

Eingehüllt in ihr Schaffell.

Friedlich. Ewig. Wie ein Wikinger.

Rubys Leben ist aus unserem Haus entwichen wie ein Windhauch.

Was bleibt, ist ein Phantomschmerz.

Ein Hund ist Leben.

Kein Hund ist kein Leben.

Ruby war der Wind in unserm Haus.

Ruby war das ferne Bellen beim Bremsen des Autos.

Ruby war das laute Bellen beim Aufschließen der Tür.

Ruby war das hüpfende, tanzende, schleckende Bellen der Liebe.

Das Bellen ist erloschen – nach 17 Jahren.

Aber die Liebe lebt.

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Ich setze mich auf die weiße Terrasse zu meiner schwarzen Hündin.

Wilde, graue Wolken verwischen den Himmel.

Rubys Seele ist woanders.

Wir sind zurückgeblieben.

Ruby, ein Jack-Russell-Straßenköter-Findelkind, war 17 Jahre unser Herz aus Fell.

Böse Hände hatten sie ausgesetzt.

Gütige Hände hatten sie gefunden und aufgeklaubt.

Ruby war unser erstes Baby.

Ruby schlief in unserem Bett.

Ruby kannte den Bischof, der unter uns wohnte – und traf Bundeskanzler Helmut Kohl, als der Bild besuchte.

Siebzehn Jahre lang schrieb ich jedes Knochenende die Bild-Kolumne Mein Hund & ich – für Millionen Fans.

Unser erstes Ruby-Buch hechelte sich auf Platz 5 der Zeit-Bestsellerliste – vor Günter Grass.

Über einen Hund zu schreiben, der nur wenig sprach, war nicht schwer: Man musste Ruby nur angucken, nur beobachten, nur Zeit haben für sie, nur oft Gassi gehen mit ihr, nur da sein.

Wenn ich über Ruby schrieb, lächelte ich – die Worte schmunzelten.

Wenn ich von nun an über Ruby schreibe, weinen die Worte.

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Unser Rudel ist verwitwet.

Ein Teil von uns ist für immer gegangen.

Aber ein Teil von Ruby wird auch ewig in uns kuscheln.

Ruby hat einen tiefen Pfotenabdruck in unseren Herzen hinterlassen – groß wie ein Wald.

Nach 17 Jahren haben wir – blutenden Herzens – Rubys Lebenslicht ausgeknipst – mit einer dünnen Nadel: ein Sekundentod.

Plötzlich stehen wir emotional im Dunkeln.

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Es gibt ein Leben vor Ruby – mit Ruby – und nach Ruby.

In die Melancholie drängt sich ein Gefühl der Erlösung und Erleichterung und der Erinnerung.

Es gibt Sekunden, die sind wie Tränen.

Wenn ich von einer Reise komme und niemand ist da, ist unser Haus doppelt still, seltsam leblos und verlassen.

Ruby war unser Hausgeist, Wachedrachen und Hofnarr.

Das staksende Trippeln ihrer rutschenden Pfötchen auf dem knarrenden Holzparkett war unsere House-Musik.

Der Sound von Ruby.

Plötzlich ist unser Haus stumm und ohne Echo.

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Wenn ich unseren zweiflügligen Eisschrank öffne, bin ich allein statt zu zweit. Die Kühle knurrt – nicht das schnuppernde Schnäuzchen zwischen meinen Füßen.

Ruby war mein schwänzelnder Schatten. Wir waren wie Dick und Doof, wie Yin und Yang, wie Würstchen und Senf.

Jetzt bin ich allein zu Hause – ohne mein zweites Ich mit dem wedelnden Ringelschwänzchen.

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Es gibt schwarze Löcher in unserem Haus, die früher Nischen der Gemütlichkeit waren.

Wenn meine Augen diese Plätze streifen, schimmern sie glitzernd.

Das Loch unter Frauchens weißem Schreibtischkasten – in der Küche

Das war »Ruby’s Place«! Das war die Höhle ihres Stammkörbchens.

Unverbaubarer Blick zum Kühlschrank und zum Vulkangrill-Herd-Block.

Ruby sah alles, roch alles, hörte alles.

Jetzt ist die Höhle gähnend leer und sinnlos. Ein Denkmal des Fehlenden.

Wenn ich hinschaue, pocht mein Herz.

Das Loch vor der Terrassentür

Das war Rubys Fressstation – ihr Doppelnäpfchen: zwei erhöhte Stahlschalen für Wasser und Hundefutter, Kartoffelbrei, Würstchen, Kinderteller-Reste etc.

Rubys persönlicher Fresstempel.

Jetzt ist hier nur noch gebohnertes, glänzendes Parkett – eine Leerfläche.

Wenn ich daran vorbei muss, gehe ich langsamer.

Das Loch an der Garderobe

Hier hingen Rubys Leinen, ihre Halsbänder, ihre rote Rettungsjacke fürs Boot.

Jetzt hängen hier Hockeysachen, Fußballzeugs oder Schlüssel oder nichts.

Wenn ich meine Jacke aufhänge, schaue ich schluckend weg.

Das Loch in der Manteltasche

In fast jeder linken Tasche meiner Mäntel, Übergangsjacken oder Regenanoraks knistern noch dünne, schwarze Gassi-Beutel, um Rubys Reste aufzusammeln, zu verschnüren und zu entsorgen.

Sie sind immer noch da – sogar in meinem schwarzen Kaschmirmantel von Hermès für die Oper.

Wenn ich meine Hand reinstecke, dann raschelt es.

Meine Finger kuscheln und mein Herz wird warm und mein Gesicht lächelt.

Das ist wie Ruby streicheln.

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Der Tag danach ist der erste Tag nach Ruby – ohne Ruby.

Wir schweigen viel.

Wir gucken die alten Fotos an.

Ich lese Hunderte von E-Mails von Ruby-Fans.

Die große Gabriele Henkel ruft mich tröstend an.

Fremde Menschen nicken mir zu.

Maler schicken mir Ruby-Gemälde.

Wir leiden – aber Ruby leidet nicht mehr.

Aus der Wunde wird Würde und Würdigung werden.

Ruby wird ewig in unseren Herzen kuscheln – und jeder Gedanke an unseren Hund wird unser Herz erwärmen.

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Ruby ist tot – aber wenn ich an sie denke, lebt sie.

Es ist ein Zurücklächeln.

Es ist ein Rückspiegel ins Glück.

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Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an den Hund, den ältesten Freund des Menschen.

Dieses Buch ist die Summe meines Lebens mit dem Hund meines Lebens.

Es ist ein einfaches Buch – weil die wichtigsten Wahrheiten einfach sind.

Es ist ein lächelndes Buch – weil Hunde lächeln, wenn sie mit uns leben.

Es ist ein Buch zum Blättern, zum Staunen, zum Schmunzeln, zum Verstehen, zum Verlieben.

Kein Leben ohne Hund!

Liebeserklärung an den Hund unseres Lebens

Wenn ich an Ruby denke, lebt sie.

Ich öffne einen Gedanken und eine Träne fließt.

Ich trage in meinen Mänteln immer noch

ihre leichten, knisternden Gassi-Plastiktüten.

Wenn meine Hand sie in der Tasche berührt,

ist das wie heimliches Streicheln.

Keiner weiß es, keiner sieht es, nur ich spüre es – und Ruby.

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Wer einen Hund liebt, liebt die Welt.

Ein Hund ist ein Ja zum Leben.

Die Augen eines Hundes verstehen dich, wie dich keiner versteht.

Sie sind der Spiegel deiner Gefühle.

Ich sehe dich – und du verstehst mich.

Dein Hund erwartet nichts von dir – nur deine Zeit, nur deine Zärtlichkeit, nur deine Liebe.

Dein Hund ist selbstlos, weil er dich mehr liebt als sich selbst.

Du bist der Mittelpunkt seines Lebens.

Du bist seine Orientierung.

Wo du bist, ist er. Wo du hingehst, geht er hin. Wenn du schläfst, döst er und bewacht deine Träume.

Wer seinem Hund Zeit schenkt, bekommt mehr Zeit zurück – Zeit mit Qualität.

Zeit, die intensiv ist.

Zeit, die stillsteht.

Zeit, die dir mehr Leben schenkt.

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Als wir Ruby fanden, waren wir verliebt, glücklich, jung, frei und neugierig aufs Leben.

Ruby war unser erster Anker – unser erstes Baby.

Wir waren plötzlich zu dritt. Wir waren nicht mehr allein.

Wir wussten nicht, dass Ruby 17 Jahre lang unser liebster Klotz am Bein sein würde.

Sie wurde unserer Schatten und unser Sonnenschein.

Wo Ruby war, war unser Zuhause.

Ruby wurde zum Hausmeister und Hausgeist unseres Glücks.

Der Tag Null

Ein Hund verleiht einem Menschen Flügel.

Ein Blitz der Liebe trifft uns.

Wir waren glücklich – ohne Hund.

Wir hatten das Leben noch vor uns.

Wir waren verliebt, aber noch nicht verheiratet.

Die Zukunft war noch ein großer, faszinierender Traum – der Himmel war auf Erden.

Wir waren unbekümmert und kümmerten uns um nichts – außer um uns.

Das Leben lief. Alles war gut und schön und jeder Tag ein Abenteuer.

Der Tag, der unser Leben verändern sollte, war eine Nacht.

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Silvester vor 18 Jahren. Damals hat es noch geschneit, dicke schwebende, kitzelnde Schneeflocken tanzten über dem Landgut im Norden. Ein See. Rehe. Eine Disco. Reiche, glückliche Freunde.

Wir waren alle jünger, verrückter, berauschter.

Unsere Philosophie war: Ja sagen zum Leben – das Nein konnte warten.

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Es sind die kleinen Zufälle im Leben, die dein Leben verändern.

Es sind kleine Blitze, die dich erleuchten. Es sind Chancen, die es nur einmal gibt. Wenn du zauderst und zögerst, zieht das Leben an dir vorbei und du wirst ärmer und deine Zukunft dunkler.

Das Leben ist Action – nicht abwarten. Wer wartet, den vergisst das Leben.

«Du musst Hammer oder Amboss sein.« (Goethe)

Kann man Glück planen?

Meine Mutter lächelte immer, wenn ich mit dem Schicksal haderte und zauderte:

«Weißt du, wie man den lieben Gott zum Lachen kriegt? Indem man ihm seine Lebenspläne erzählt …«

Gott muss gelächelt haben.

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Als ich den Hund unseres Lebens zum ersten Mal sah, war ich beschwipst. Das verleiht der Menschenseele Flügel.

Mitternacht. Der Himmel explodierte. Die kühle Luft war süß vom Champagner.

Ich küsste die Frau meines Lebens und mein sentimentales Herz pochte. Meine verliebten Augenlieder hoben sich nur, um das eisige Champagnerglas an die warmen, weichen Lippen zu setzen.

Da zuckte ein Blitz in mein Herz.

Aus einer Ecke guckten mich zwei Maulwurfsäuglein an – mit Batman-Öhrchen, hoch, aber abgeknickt. Der Vampir-Kopf war leicht schräg verdreht. Kleine, spitze Zähne grinsten.

Dieses Wesen sollte unser Leben verändern – jahrelang.

Ein Findelhund.

Ein vierbeiniger schwarzer Engel.

Ein schwarzes Wollknäuel, das im Musikbeat zitterte und in der Ecke kauerte, hilflos, verängstigt, allein gelassen.

Die Beine staksten wie vier schwarze Mont-Blanc-Füller.

Am Popo ringelte sich ein Spanferkel-Schwänzchen.

Aus 100-Watt-Boxen vibrierte dröhnende Donner-Discomusik: «I want to see more happy people …«

Ich sah nur ein verlorenes Hundebaby, das keine Hände hatte, um sich die Öhrchen zuzuhalten.

Ein zitternder Welpe unter 30 tanzenden Menschen.

Na ja. Es gab noch zehn andere Hunde – weil glückliche Landmenschen eben Hunde haben. Und ein Hängebauchschwein. Und einen Esel. Und draußen am See auch Rehe und Hirsche und Nebel.

Aber dieses faustkleine Fellknäuel war das kleinste und ärmste Wesen in dieser wunderschönen Welt ohne Sorgen.

Es blickte mit Bambi-Augen zu den hüpfenden Zweibeinern hoch und begann die Welt zu entdecken.

Es tippelte auf dem vibrierenden Parkett durch das Labyrinth der zuckenden Miniröcke.

Keiner kümmerte sich um das Knäuel.

Nur der weiße Labrador namens Berta stupste es mit der roten Nase zärtlich Richtung Küche – das Paradies der Stille, wo alle Näpfe dufteten. Eine Zwischenwelt.

Es war vier Uhr früh. Die Männer tranken Bier. Die Frauen brutzelten Fondue in der gekachelten Küche. Einige schliefen schon oder liebten sich noch – wie die Besitzer des Knäuels.

Aber sie hatten den Hund in ihrem Glück vergessen.

Er hieß Ruby – englisch für »Rubin«.

Ruby war ein Waisenbaby – ein drei Wochen alter Jack-Russell-Mischling. Ein Mädchen.

Grausame Menschen hatten Ruby und ihre zwei Schwestern in einem Korb an einer Straße im Osten ausgesetzt.

Gute Menschen hatten sie gefunden, aufgeklaubt und ins Tierheim gebracht.

Das ist die Endstation aller ungeliebten Hunde, aber auch eine gütige Wiege für weiche Herzen.

Ruby schaffte es raus aus dem Käfig.

Sie war bei guten Menschen.

Aber Ruby war allein und ungeliebt.

Denn sie bohrte ihre milchigen Welpen-Zähnchen testend in alles, was lebte – auch in die Finger der ängstlichen Tochter ihrer Retter. Das Kind weinte und hatte Angst. Die Eltern dachten daran, Ruby wieder zurückzuschicken – zurück in das Heim der Tiertränen, zurück in keine Zukunft.

Es war fünf Uhr – und alle waren happy und tranken Kaffee.

Ein neues Jahr dämmerte.

Alles fing neu an. Alles war unschuldig. Alle waren unbekümmert.

Alle fassten neue Vorsätze. Alle?

Die feinen Finger meiner Frau hatten Ruby von den kalten Fliesen aufgehoben.

Ruby kuschelte sich in der warmen Nische der Holzeckbank an sie und hatte ihre daumengroße Stupsnase in den warmen Schoß von »Frauchen« gelegt.

Es war Liebe auf den ersten Stups.

Der liebe Gott würfelt nicht. Es gibt keine Zufälle.

Als der Morgen graute, dämmerte unsere Zukunft.

An diesem 1. Januar fiel der Satz, der unser Leben glücklicher machen sollte.

Meine Frau seufzte zu Annie, unserer tiervernarrten Gastgeberin:

»Och! Ich würde Ruby so gern mit nach Hause nehmen …«

Ich wusste noch von nichts.

Ich wollte nur drei Dinge im Leben:

  1. Eine blonde Frau
  2. Einen blonden Golden Retriever
  3. Ein Haus am Meer

Beim Champagnerfrühstück nahm mich meine Frau (langes, seidiges braunes Haar) in ihre Arme und guckte mit ihren bambi-braunen Augen in meine wolfsgrau schmunzelnden Promille-Pupillen:

»Schnuffel, du wolltest doch immer einen Hund. Können wir Ruby nicht mit heim zu uns nehmen?« (Unser Heim war eine Mietwohnung im 3. Stock, ohne Lift.)

Weil ich ein Fatalist mit schicksalsergebenem Herzen bin und lieber Ja sage als Nein und nicht wusste, dass Welpen 999 Mal pro Tag Gassi gehen müssen, juchzte ich mit mildem Restalkohol im sprudelnden Blut: »Ja, warum denn nicht?«

In solch winzigen Augenblicken werden Dynastien gezeugt, Kriege verloren – oder gutmütige Männer in 17-jährige Sklaverei geschickt.

Wie ich.

Plötzlich verbiss sich etwas in meinem großen Zeh.

Es war das schwarze Knäuel.

Frauchen küsste mich.

Ruby biss mich.

Ich schenkte mir ein großes kaltes Bier ein, streichelte meinen kleinen Sklaventreiber und überlegte, wie sich mein Leben wohl verändern würde.

Ruby sollte der faszinierendste Klotz am Bein werden, den es je gab.

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Ruby sollte der berühmteste Hund Deutschlands werden.

Warum? Weil ich mich in dieses Stückchen Hund verliebte. Weil ich jeden Morgen in der Chefredaktion der Bild-Zeitung von meinen Abenteuer mit dem kleinen Monster erzählte. Und weil plötzlich zwischen Politik und Skandalen und Katastrophen ein kleines Hundeschwänzchen wedelte. Alle lachten. Einer, Kai Diekmann, heute Bild-Chefredakteur, sagte: »Wenn wir lachen, lachen auch unsere Leser! Schreib das doch auf, Körzi – für Bild

So wurde, am 10. Januar 1994, Ruby der Hund, über den Deutschland schmunzelte – elf Millionen Leser blickten in Rubys Herz – und in meines.

So begann alles.

So einfach.

So hündisch.